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Februar 21, 2020

Einführung: Was sind gesponserte Blog-Beiträge?

Mit einem Blog im Internet Geld verdienen. Das klingt erstmal sehr gut, oder? Man liest sehr oft von großen Blogs, die unzählige hundert Euro im Monat an Profit abwerfen.

Doch muss man wirklich einen großen Blog besitzen, um damit Geld zu verdienen? Gibt es eine Möglichkeit um mit einem kleinen Blog bereits nach kurzer Zeit 100€ – 200€ im Monat zu verdienen?

Diese Frage habe auch ich mir am Anfang meines Blogger-Lebens gestellt. und mich auf die Suche gemacht.

Soviel sei gesagt… es ist einfacher als man denkt… lies weiter um mehr zu erfahren.

Was sind gesponserte Blog-Beiträge?

Wie der Name schon sagt, gibt es bei dieser Form einen Sponsor für einen oder mehrerer deiner Blog-Posts. Ein Unternehmen kauft sozusagen deine Zielgruppe, deinen Blog und dich als Blogger oder auch Influencer genannt um dort Werbung zu machen.

Diese Art der Beiträge kommt in verschiedenen Formen daher. Einmal kann es sich um eine Art des Product-Placements handeln. Also, dass du vielleicht in einem deiner Beiträge durch ein Bild auf ein Produkt aufmerksam machst.

Es gibt aber auch Review-Blog-Posts. Hier erhältst du meist das Produkt für eine gewisse Zeit und schreibst danach ein Review mit deiner Meinung und Erfahrungen zu diesem Produkt.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass dein Sponsor, dir den Text und alles bereits vorgibt und du nur noch auf „posten“ drücken musst.

Gesponserte Beiträge kommen überall vor. Egal ob wir von konventionellen Text-Blogs (wie possive.de) reden oder auch in Video-Blogs z.B. YouTube-Channels – finden wirst du „gekaufte“ Beiträge fast in jeder Form.

Warum sind gesponserte Beiträge für Firmen überhaupt interessant?

Nun, da gibt es viele Möglichkeiten. Ein Grund kann sein, dass ein Unternehmen welches im Internet Fuß fassen möchten und erstmal nur ein kleineres Marketing-Budget hat, gerade am Anfang auf sogenanntes Influencer-Marketing setzt. Blogging gehört in meinen Augen ganz klar in diese Sparte.

Blogs aber auch „oldschool“ Zeitschriften, genauso wie Foren haben sogenannten Zielgruppen-Besitz. Bedeutet, du wirst in einem Wohnungs-Dekorations-Forum sehr viele Leserinnen und Leser finden die sich z.B. für Kissen oder ähnliches interessieren.

So hat ein Blog über das Thema Joggen den Kontakt und die Daten der Zielgruppe die sich für dieses Thema interessieren. Möchte eine Laufschuhe-Firma nun zum Beispiel mit Online-Marketing starten, könnte diese anfangen, auf Blogs über ihre Produkte berichten zu lassen.

Das hat für das Unternehmen den Vorteil, dass die Streuverluste relativ gering sein werden. Auch in Zeiten des Targeting über Facebook und Google macht dies Sinn. Bis der Algorithmus einer Plattform „eingefahren“ ist, kann es gut und gerne einmal 2-3 Wochen und mehrere tausend Euro kosten. Ein Blog-Post auf einem Blog könnte z.B. schon für 500€ erstanden werden und ist innerhalb von ein paar Stunden online und an die vorhandene Zielgruppe verteilt.

Kaufen geht heute anders

Vor ein paar Jahren sah ein Kauf bei uns wohl etwa so aus: Wir haben einen Bedarf, daraus entsteht eine Nachfrage und auf Basis des Angebots entscheiden wir ob und wie wir kaufen. Dies geschah relativ einfach und schnell. Damit meine ich, gerade in der Offline-Welt. Wird vielleicht bei 1-2 Läden verglichen aber dann stand der Kauf meist an und wurde vollzogen.

Durch das Internet hat sich dies – wie vieles in unserem Leben – geändert. So haben wir heutzutage die Möglichkeit sofort – online – live – weltweit zu vergleichen und auch zu konsumieren. Einfach: Wir stehen im Laden und können sogar durch einscannen des Barcodes sofort einen Online-Vergleich einleiten.

Innerhalb weniger Sekunden baut sich vor uns ein Angebotsspiegel mit unzähligen Möglichkeiten auf. Kostenloser Versand – Sofort verfügbar – Angebot und und und… wir haben DIE Information in unserer Hosentasche.

Genau durch diese Möglichkeiten hat sich aber auch unser Kaufverhalten massiv geändert. Bedeutet: Während wir vor ein paar Jahren noch relativ „leicht“ zum Kauf bewegen zu waren, sieht es heute anders aus.

Heute wird vor dem Kauf erst einmal ausgiebig recherchiert: Was sagt Google zu diesem Produkt? Wie sind die Bewertungen auf Amazon? Wo kann ich im Web das Produkt am günstigsten erwerben? Gibt es auf Youtube ein Review?

Genau hier kommen Blogger oder Influencer im Allgemeinen ins Spiel. Durch die ganzen technischen Möglichkeiten wie Retargeting-Algorithmen und und und… „vertrauen“ wir den ganzen Online-Shops nicht mehr. Zusätzlich wir unser Markt via Dropshipping oft mit „Müll“ bombardiert.

Wir wollen nicht die Katze im Sack kaufen – vertrauen den Angeboten der Shops aber auch nur wenig.

Aus diesem Grund suchen wir nach Social-Proof. Wir suchen also jemanden, jemanden genau wie wir, der das Produkt auch nutzt und uns dieses Vorstellungen und im besten Fall empfehlen kann.

Wir wollen wissen, was schlecht ist und was gut ist, wie es verpackt ist und wie es sich anfühlt. Nicht umsonst gucken wir uns 20-30 minütige Unboxing-Videos an.

Blogger (Influencer) als „Vertrauensperson“

Nehmen wir also nochmal das Beispiel mit den Laufschuhen her. Hat ein Blog bereits eine Zielgruppe mit Community aufgebaut, vertrauen wir sehr oft dieser Person – dem Blogger.

Wir finden ihre bzw. seine Art sympatisch und finden das er oder sie „auf unserer Wellenlänge“ ist. Genau das macht Influencer für Unternehmen so wichtig.

Sei mal ehrlich: Was kaufst du lieber? Laufschuhe vorgeschlagen in einem kleinen Popup auf spiegel.de oder einer Empfehlung durch eine Person du die (wenn auch augenscheinlich) kennst?

Richtig! Wir lieben Empfehlungen

Blogger agieren als Vertrauensperson. Ich muss natürlich nicht erwähnen, dass ich von moralisch korrekten Blog-Posts rede – sprich von „ehrlichen“ Reviews eines Produktes.

Und für diese Empfehlung, zahlen Unternehmen sehr sehr viel Geld.

Wie viel Geld verdient ein Blogger mit gesponserten Beiträgen?

Die Einnahmen variieren und richten sich natürlich nach Reichweite des Influencers.

Kleine Blogs mit 200-300 Lesers im Monat können gut und gerne 100€-300€ erwarten während große YouTuber 20.000€-30.000€ pro Placement bekommen.

Ich mein, sieh dir die Promis an. Dwayne Johnson soll angeblich für einen Post um die $700.000 bekommen. Von den Kardashians will ich jetzt gar nicht anfangen.

Aber auch mit kleiner Reichweite kann man hier und da relativ gut Einnahmen mit einem Blog generieren.

Je nach Nische varriert dein Honorar. Bist so sehr spezifisch und hast wenig Konkurrenz durch andere Blogs oder Youtube-Channels kannst du gut und gerne mit 300-500€ für einen Blog-Post rechnen – auch am Anfang.

Hast du die Möglichkeit dein Honorar direkt zu verhandeln also sprich, du bist unmittelbar mit dem Unternehmen in Kontakt, kannst du meist höhere Einnahmen erwarten.

Das hat mehrere Gründe: Auf Influencer Plattformen herrscht ein gewisses Bieter-Verfahren – also mehrere Blogger „kämpfen“ um den gesponserten Beitrag. Zusätzlich möchte die Plattform auch ihren Teil vom Kuchen ab haben und behält gut und gerne einmal 30% ein.

Kontaktiert dich ein Unternehmen bist du in einer sehr guten Verhandlungsposition und kannst höchstwahrscheinlich ein gutes Honorar erwarten.

Dein Honorar kannst du wie folgt berechnen: Arbeitszeit x Stundensatz x Zuschlag

Das ist jetzt sicherlich keine geheime Formel, manchmal geht es auch einfach. Ein Rechenbeispiel: 8Std * 65€ = 520€

On Top könntest du jetzt noch Anteilig deine Gemeinkosten inkl. einem Verhandlungsspielraum rechnen – sagen wir 15%. Dann wäre dein erster Angebotswert 520 + 15% = 598€

Sicherlich kann man diese Kalkulation noch viel detaillierter machen aber am Ende ist es Arbeitszeit x Stundensatz. Wichtig ist, dass du dich nicht unter Wert verkaufst. Gesponserte Beiträge für 100-150€ würde ich persönlich nicht annehmen – es zerstört die Preise und ist schlichtweg unter Wert verkauft.

Man sollte sich immer überlegen: Was müsste das Unternehmen ausgeben um die selben User via Facebook Werbung und co. anzusprechen.

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Matthias Goller


Matthias ist Gründer des Online-Shops www.happy-wallz.de und betreibt die Blog's www.chapter86.de (geschlossen) und www.possive.de Neben den Tätigkeiten in oben genannten Projekten, teilt er auf diesem Blog gerne sein Wissen rund um die Themen Traffic, Blogging und e-Commerce.

Matthias Goller

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